Unterstützungen, die einfach berühren

Spende von der erfolgreichen Hoteliersfamilie Lukas und Marion Gerstl

Von links nach rechts: Lukas Gerstl, Ulrich Seitz und Marion Gerstl (Hotel Gerstl am Reschensee)

Die erfolgreiche Hoteliersfamilie Lukas und Marion Gerstl hat im Zuge der Eröffnung Ihres neuen Betriebes „Das Gerstl am Reschensee – Family Retreat“ eine beeindruckende Spendenaktion zugunsten des Vereins „Kinderherz“ organisiert und dabei den stolzen Betrag von Euro 5.800,00.- für die Hilfe von Kindern mit einer schwerwiegenden Pathologie am Herzen erreicht. 

Vor Kurzem fand nun ein Treffen in Bozen zwischen dem Vorstand des Vereins Kinderherz und den rührigen Unternehmern aus dem Obervinschgau statt. In diesem Zusammenhang betont Kinderherz Präsident Ulrich Seitz, dass solche Spenden einen besonderen Wert für den Verein aufweisen, da jegliche Hilfe aus der Zivilbevölkerung wegen der menschlichen Nähe berührt.

Von links nach rechts: Günther Righi, Dagmar Obexer, Margit Trafoier von Kinderherz, in der Mitte Lukas und Marion Gerstl vom Hotel Gerstl am Reschensee, Silke Dantone, Silke Baliello und Ulrich Seitz von Kinderherz

Das, was den Verein Kinderherz aktuell sehr beschäftigt, ist, dass durch die wichtigen medizinischen Fortschritte, durch das längere Leben, weitere Risiken für altersbedingte Erkrankungen zunehmen: Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht treten auch bei Erwachsenen mit Herzproblematiken immer häufiger auf und gefährden zusätzlich ihr bereits geschädigtes Herz.
Diese Patienten haben allerdings andere Ansprüche und andere Probleme zu bewältigen als Patienten ohne Herzfehler – schließlich sind sie bereits ein Leben lang Herzpatienten. Diese Anforderungen abzudecken, ist manchmal nicht einfach, aber für diese Patienten sehr wichtig. Und daher brauchen wir zukünftig entsprechende Reha-Plätze, die speziell auf junge Menschen mit einem Herzfehler zugeschnitten sind, so Seitz. Momentan ist es nämlich so, dass wir viele Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern haben, die keine gezielt für sie ausgerichtete Nachsorge in Anspruch nehmen, sondern in eine übliche ärztliche Betreuung gehen.

Diese Personen weisen aber ein deutlich höheres Gesundheitsrisiko als herzgesunde Menschen auf und benötigen eine medizinische Betreuung durch Spezialisten. Ich bin überzeugt, wir brauchen Netzwerke, die Menschen mit einem angeborenen Herzfehler, sobald diese erwachsen sind, ganzheitlich betreuen. Also Netzwerke mit unseren Partnern aus den spezialisierten Zentren zum Beispiel, die sich dieser Patienten umfassend annehmen und geeignete Rehabilitationsplätze für sie finden. Auch volkswirtschaftlich ist das wichtig, denn wir reden von Menschen, die, wenn sie berufstätig sind, ihren Teil zur Wirtschaft beitragen und ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft sind, betont Ulrich Seitz.

Denn die berufliche Integration ist ein grundlegendes Thema der Rehabilitation.
Für das Geld, das hier investiert wird, halten wir Menschen im Berufsleben.
Bei der momentanen Bevölkerungsentwicklung ist das entscheidend, mahnt Seitz.

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